Hans Gál komponierte die „Biedermeiertänze“ 1954 für 2 Mandolinen, Mandola, Gitarre, Mandoloncello und Bassmandoline. Vinzenz Hladky instrumentierte die vier Sätze im ¾-Takt für sein großes Mandolinenorchester (op. 66) in Wien, dessen Besetzung heute für die meisten Orchester nicht zu realisieren ist. Daher entschloss sich der Verlag, die originale Version (mit Kontrabass statt Bassmandoline) zu veröffentlichen.
Musik der Biedermeierzeit ist als frühromantisch einzuordnen. Die vier Tänze sind kunstvolle und vielschichtige Klanggemälde in Hans Gáls Tonsprache, wie man sie u.a. aus seinen seinen beiden Sinfonietten für Zupforchester kennt.
Das Werk wurde vom Badischen Zupforchester unter der Leitung von Volker Gerland eingespielt. Es wurde dabei die Fassung von Vinzenz Hladky verwendet, die neben der Instrumentierung auch durch die Satzbezeichnungen von der vorliegenden Fassung abweicht:
Der erste Tanz = Moderato:
https://youtu.be/Jta_07AsBYY?si=0a_oAnhz2ao0cs0w
Der zweite Tanz = Tranquillo:
https://youtu.be/yj25qh63HeE?si=KVzugMtxtobRH2Vq
Der dritte Tanz = Dolce con moto:
https://youtu.be/hP6IoNuVW50?si=TuatgKnsCm4arjC7
Der vierte Tanz = Allegro con spirito:
https://youtu.be/Ly3aOOFFyBU?si=t4iWcH1mF5swKWwL